DIE SCHIEFERBRÜCHE VON LEHESTEN

MIT WANDERUNG ÜBER DIE GRENZLANDBAHN ODER BESUCH DER BURG LAUENSTEIN

 SONNTAG,  27.06.2021      

 

Das kleine Thüringer Städtchen Lehesten, nahe dem Rennsteig und direkt an der Grenze zu Bayern gelegen, hat schon bessere Tage gesehen. Über Jahrhunderte hinweg wurde hier in riesigen Brüchen über- und untertage das sogenannte „Blaue Gold“ abgebaut. Millionen Tonnen des wertvollen Gesteins wurden von hier als Dacheindeckungen und Schultafeln in alle Welt verkauft. Renovierte stattliche Bürgerhäuser zeugen noch heute vom damaligen Reichtum. Mit diesem Wohlstand war es aber vorbei, als in den vierziger Jahren die Schieferbrüche als getarnte Montageplätze für die V 2 Raketen zweckentfremdet wurden. Ganz Schluss mit der Herrlichkeit war es dann in der Nachkriegszeit. Unmittelbar an der Zonengrenze gelegen, wurde Lehesten zum absoluten Sperrgebiet erklärt. Die Schieferbrüche wurden erst verstaatlicht und dann ganz aufgelassen, die gewachsene Verbindung nach Bayern gekappt, die Stadt geriet in Vergessenheit.

An die Blütezeit erinnert heute nur noch das technische Denkmal „Historischer Schieferbergbau Lehesten“. Unter sachkundiger Führung erlebt der Besucher hier im riesigen ehemaligen Werksgelände den Werdegang des Schiefers vom Abbau bis zum Endprodukt.

Ebenso interessant wie der Schieferabbau ist die eisenbahntechnische Geschichte der Region. Eine von Bayern gebaute Lokalbahn besorgte den Anschluss an die Frankenwaldbahn in Ludwigstadt. Dabei war die Strecke bis zu den Schieferbrüchen teilweise so steil, dass sie nur mit Zahnradlokomotiven überwunden werden konnte.

Die Schienen dieser Grenzlandbahn sind längst abgebaut. Geblieben aber sind in diesem, zu DDR- Zeiten völlig verlassenen Niemandsland nur die Reste der ehemaligen Bahntrasse. Im dichten Wald schlummert sie vor sich hin und wartet in dieser naturbelassenen Gegend rund um das „Grüne Band“ auf Entdeckung durch abenteuerlustige und rücksichtsvolle Wanderer.

Die leichte Wanderroute ist bis Ludwigstadt 8 km lang, wir benötigen dafür etwa 2 ½ Stunden. Holprige und zum Teil rutschige Waldwege erfordern aber gutes Schuhwerk. Natürlich werden Sie auf dieser Tour vom Reiseleiter begleitet.

Sollten Sie sich nicht für diese Wanderung entscheiden können, dann bietet sich stattdessen der Besuch der direkt an der Grenze gelegenen mächtigen Burg Lauenstein an. Dieses beeindruckende historische Gemäuer lässt sich in der Gesamtheit besichtigen. Unser Bus bringt Sie hin und holt Sie zu gegebener Zeit wieder ab.

Natürlich unterbrechen wir die relativ lange Fahrtstrecke durch entsprechend Pausen. Wobei insbesondere die genüssliche Heimreise in den langen Sommerabend hinein den richtigen Abschluss dieser außergewöhnlichen Entdeckertour bilden wird.

 

Abfahrt Biburg 6.00 Uhr, Plärrer 6.30 Hochzoll Bahnhof 6.50 Uhr, Rückkehr ca. 22.00 Uhr

Fahrpeis incl. Museumsbesuch und Führung Lehesten                                                € 72.-

 

Info und Anmeldung:         www.elmarkretz-erlebnisreisen.de   bzw.                   Tel. 0821 444 55 34

oder                                 Firma Nussbaum-Reisen, Biburg                 Tel. 0821 48 14 32

 

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